ISO 9660

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Das Dateisystem ISO 9660 wurde 1987 von der International Organization for Standardization als Standard für CD-ROMs veröffentlicht. Das Ziel dieser Norm ist die Unterstützung verschiedener Betriebssysteme (z. B. Unix, Microsoft Windows, Mac OS), sodass zwischen diesen Daten ausgetauscht werden können.

In einem ISO 9660-Dateisystem sind Datei- und Verzeichnisnamen auf eine Länge von acht Zeichen sowie einer Dateinamenserweiterung aus drei Zeichen beschränkt und dürfen keine Sonderzeichen enthalten. Pfade dürfen bis zu acht Verzeichnisebenen tief sein.

Davon abgeleitet bezeichnet der Begriff "ISO-Datei" (auch: ISO-Abbild, ISO-Abbilddatei; engl. ISO image) eine Abbilddatei, welche ein im Format ISO 9660 strukturiertes Speicherabbild des Inhalts einer CD oder DVD enthält. Das Dateisystem wird bei der Erstellung einer ISO-Datei unverändert kopiert, dadurch bleiben Berechtigungen und andere Metadaten unverändert vorhanden.

Mit der Software ISO Master lassen sich ISO-Dateien auch nachträglich noch verändern. Das Programm unterstützt die Rockridge- und die Joliet-Erweiterung des ISO-Standards. Für bootfähige ISO-Dateien kann der Master Record aus anderen bootfähigen ISO-Dateien oder von einer Diskette kopiert werden. Vor allem aber können auch einzelne Dateien extrahiert werden.

Erweiterungen

  • Der Standard ISO 9660-Level 2 ist weniger restriktiv und erlaubt Dateinamen bis zu einer Länge von 31 Zeichen.
  • Im Standard ISO 9660-Level 3 dürfen Dateien fragmentiert werden - hauptsächlich um Packet-Writing oder inkrementelles CD-schreiben zu ermöglichen.
  • Das Joliet-Format ist eine Erweiterung des ISO 9660-Standards durch die Firma Microsoft. Das ISO 9660-Dateisystem wird dabei um lange Dateinamen erweitert, die zusätzlich zum ISO-Dateisystem geschrieben werden. Datei- und Verzeichnisnamen können bis zu 64 Zeichen lang sein. Die Verzeichnistiefe wird nur durch die maximale Pfadlänge von 256 Zeichen beschränkt.
  • Das Format Romeo erweitert den ISO 9660-Standard um bis zu 128 Zeichen lange Datei- und Verzeichnisnamen. Dafür ist Romeo im Unterschied zu Joliet nicht abwärtskompatibel zu ISO 9660.
  • Die Rockridge-Erweiterungen ergänzen den Standard um Unix-spezifische Dateieigenschaften.

Erzeugen einer ISO-Datei

mkisofs erzeugt eine ISO-Datei aus den in einem bestimmten Verzeichnis stehenden Daten.

dd kann die Inhalte des unter "/dev/cdrom" eingehängten Datenträgers in die ISO-Datei "cd.iso" schreiben.

# dd if=/dev/cdrom of=cd.iso

bchunk wandelt die Dateien "file.bin" und "file.cue" in die ISO-Datei "cd.iso" um.

$ bchunk file.bin file.cue cd

Einhängen einer ISO-Datei ins Dateisystem

mount kann eine ISO-Datei für eine allfällige Überprüfung ins Dateisystem einhängen. umount hängt die ISO-Datei wieder aus dem Dateisystem aus.

Brennen einer ISO-Datei

cdrecord kann eine ISO-Datei auf CD brennen.

Weblinks

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