Hauptplatine

Aus Mikiwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Hauptplatine (auch: Board, Mainboard. Motherboard, Mutterplatine; engl. mainboard, motherboard) ist die zentrale Platine eines Rechners. Auf ihr sind die einzelnen Bauteile wie Hauptprozessor (CPU), Arbeitsspeicher, der BIOS-Chip mit der integrierten Firmware, Schnittstellen-Bausteine und Steckplätze für Erweiterungskarten montiert; sie besteht aus mehreren Lagen (engl. layer).

Die Hauptplatine enthält Steckplätze für den Prozessor, Arbeitsspeicherbausteine und Erweiterungskarten wie Grafikkarte, Audiokarte und Netzwerkkarte sowie Bausteine, welche die Komponenten miteinander verbinden, auf aktuellen Hauptplatinen aufgeteilt in eine Northbridge und eine Southbridge. Manchmal sind diese Komponenten auch direkt auf der Hauptplatine integriert ("onboard"). Das ist bei Audio- und Netzwerkschnittstellen inzwischen häufig der Fall, bei Grafikkarten seltener und bei Prozessor und Arbeitsspeicher fast nur in platzsparend gebauten Systemen oder Notebooks.

Zusätzlich finden sich inzwischen die meisten Schnittstellen nicht mehr auf Erweiterungskarten, sondern direkt auf der Hauptplatine - IDE0 und/oder SATA zum Anschluss von Festplatten, optischen Laufwerken für z. B. CDs und DVDs sowie USB und Firewire zum Anschluss externer Komponenten wie Laufwerke, Drucker und Modem, Tastatur- und Mausanschluss. Immer weniger vorhanden sind Anschlüsse für die klassischen parallelen ("LPT") und seriellen ("RS-232") Schnittstellen und den Gameport, die alle noch von IBMs Ur-PC stammen; auch die speziellen Anschlüsse für Tastatur und Maus werden zunehmend durch die Vielzweck-USB-Anschlüsse ersetzt. Vor allem auf kompakten Hauptplatinen wird zunehmend auch auf den Anschluss für Diskettenlaufwerke verzichtet. Die P-ATA-Anschlüsse werden zunehmend durch S-ATA-Anschlüsse abgelöst. Aktuell sind mindestens vier S-ATA-Anschlüsse, aber nur noch ein P-ATA-Anschluss vorhanden.

Einige Chipsätze integrieren auch die Funktionen weiterer ehemaliger Erweiterungskarten direkt auf die Hauptplatine; so gibt es zum Beispiel Chipsätze mit integrierter Grafik-, Sound- und/oder Netzwerkkarte, manchmal werden auch SCSI-Controller integriert.

Bei den Steckplätzen (engl. slots) für Erweiterungskarten verlief die Entwicklung vom XT-Bus über den ISA-Bus, den EISA-Bus, den PCI-Bus zum PCI-Express-Bus, der gegenwärtig (2008) aktuell ist. Ferner gab es Parallelentwicklungen wie den MCA-Bus und spezielle Steckplätze für Grafikkarten wie den VLB- und den AGP-Slot.

Wichtigster Bestandteil der Hauptplatine ist der Chipsatz, der die verschiedenen PC-Teile miteinander verknüpft. Für Arbeitsplatz-Prozessoren sind drei inkompatible Prozessorschnittstellen gängig:

  • Sockel A: AMD Athlon XP, AMD Athlon Duron
  • Sockel 370: Intel Pentium 3, ältere Intel Celeron, VIA C3
  • Sockel 478: Intel Pentium 4 mit Chipsätzen der i845-Typenfamilie (vor allem i845E und i845PE)

Merkmale

Zu den wichtigsten Merkmalen der Hauptplatine gehören:

  • Hersteller
  • Garantie
  • Preis
  • Prozessor
  • Sockel
  • Chipsatz
  • Speicherbänke
  • Arbeitsspeicher (maximal)
  • Slots PCI/AGP/CNR
  • Frontside-Bus (MHz)
  • Onboard-Sound
  • Audio In/Out/Mic/MIDI
  • Controller
  • UDMA-100/HDD/FDD
  • BIOS
  • Schnittstellen Seriell/Parallel/USB
  • Handbuch
  • Benchmark

Weblinks

Herausgeber Sprache Webseitentitel Anmerkungen
country DE.gif Wikipedia ger Hauptplatinewbm Enzyklopädischer Artikel