Maggie Bell

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country GB.gif Britische Sängerin ; geboren 12. Januar 1945 in Glasgow (Schottland)

Maggie Bell stammt aus einer musikalischen Familie und wuchs im Proletarierviertel Mayhill in Glasgow auf. Als Fünfjährige trat sie der Heilsarmee bei, schüttelte das Tamburin und schlug - "nicht um der Religion willen, sondern um der Musik willen" - an Strassenecken die Trommel. Später arbeitete sie als Textilarbeiterin und Schaufensterdekorateurin und sang schon als Jugendliche in lokalen Tanzgruppen. Dabei lernte sie als 15-jährige auch den Gitarristen Leslie Harvey kennen. 1967 trafen sie in der Gruppe Power wieder aufeinander, die in Glasgow recht erfolgreich war und auch in US-amerikanischen Kasernen in Deutschland auftrat.

Bei bei der 1969 von Harvey und Bell gegründeten Gruppe Stone the Crows wirkten ihre rauhen Bluesartikulationen zunächst noch undiszipliniert und stillos: Sie imitierte Janis Joplin, Aretha Franklin, Dinah Washington, Rosetta Tharpe und andere vorwiegend schwarze Sängerinnen und traf allenfalls unter strenger Musikregie im Plattenstudio unverwechselbar eigene Töne. Nach dem Schock des Todes von Les Harvey, den am 3. Mai 1972 an einem ungeerdeten Bühnenmikrophon ein elektrischer Schlag traf, konnte sie nicht nur durchsetzen, dass die Gruppe unter ihrer Leitung zusammenblieb; sie fand auch endgültig als Künstlerin ihre Identität. Maggie hatte jetzt, urteilte Rolling Stone nach dem Album 'Ontinous performance (1972), "eine Stärke, eine emotionale Intensität und eine Gewandtheit des Ausdrucks, die sie in die Spitzenkategorie der Rocksänger qualifizieren". Ende des Jahres konnte sie sich als Sängerin von Stone the Crows auf die Spitzengesangsplätze der Melody Maker- und New Musical Express-Polls hochboxen.

Dorthin strebte sie nun als Solistin: Im Frühjahr 1973 verliess sie ihre Gruppe, die sich daraufhin auflöste. "Ich bin kein Bluff", erklärte sie auf einer USA-Tournee. "Ich bin bereit, auf meinen Erfolg zu warten. Es bedarf harter Knochenarbeit, es in Amerika zu schaffen." In New York nahm sie zwei Alben auf, die jedoch nie veröffentlicht wurden. Erst der dritte Versuch mit dem neuen Manager Jerry Wexler führte zum ersten Soloalbum Queen of the night (1973), das in den Atlantic Studios aufgenommen worden war. Doch obgleich sie sich an Konzerten in den USA total verausgabte und ihr Soloalbum der Kritik imponierte, errang sie nur einen Achtungserfolg. Im Winter 1974/1975 schloss sie sich dem Swan Song-Label ihrer zu Rockkapitalisten aufgestiegenen Londoner Musikkollegen Led Zeppelin an und veröffentlichte ihr zweites Album Suicide Sal (1975).

Nach Jahren auf Tournee zog sich Maggie Bell von den Konzertbühnen zurück, schrieb Filmmusik und kümmerte sich um ihre Familie. In den 1990er Jahren begann sie wieder aufzutreten, unter anderem mit der Alex Harvey Band und Chris Farlowe.

Nachdem sie 20 Jahre in den Niederlanden gelebt hatte, zog Maggie Bell Anfang 2006 zurück nach Grossbritannien und schloss sich dem British Blues Quintet mit Zoot Money, Miller Anderson, Colin Hodgkinson und Colin Allen an. Die Gruppe ging 2007 auf Tournee, von der das Album Live in Glasgow (Recorded at the Ferry) (2007) erschienen ist.

Diskografie

Jahr Interpret Medium Titel Plattenfirma GB US Anmerkungen
1969 Stone the Crows LP Stone the Crows Polydor -
1970 Stone the Crows LP Ode to John Law Polydor -
1971.06 Rod Stewart LP Every picture tells a story 1 1
1971 Stone the Crows LP Teenage licks Polydor -
1972 Stone the Crows LP Ontinuous performance Polydor -
1972 Who and the London Symphony Orchestra LP Tommy
1973 Maggie Bell LP Queen of the night Polydor
country US.gif US: Atlantic Records 7293
122
197? Maggie Bell 7" Single After Midnight country US.gif US: Atlantic Records
1975 Maggie Bell LP Suicide Sal country GB.gif GB: Swan Song Records
Datei:country us.gif US: Swan Song Records 8412
130
1977 Maggie Bell LP Great rock sensation -
1978 Maggie Bell 7" Single Hazell country GB.gif GB: Swan Song Records 37
1981 B. A. Robertson and Maggie Bell 7" Single Hold me country GB.gif GB: Swan Song Records 11
1981 Midnight Flyer LP Midnight Flyer country GB.gif GB: Swan Song Records -
1988 Maggie Bell LP Crimes of the heart -
1989 Maggie Bell and Midnight Flyer LP Live Montreux -
2002 Maggie Bell CD Live at the Rainbow 1974 -
2002 Maggie Bell CD Live in Boston, USA, 1975 -
2004 Maggie Bell CD Coming on strong -
2004 Maggie Bell CD The river sessions -
2007.11 British Blues Quintet CD Live in Glasgow (Recorded at the Ferry)

Weblinks

Herausgeber Sprache Webseitentitel Anmerkungen
country GB.gif eng Maggie Bellwbm Offizielle Homepage
country GB.gif eng Maggie Bell and Stone the Crowswbm
country US.gif Wikipedia eng Maggie Bellwbm Enzyklopädischer Artikel
country DE.gif Wikipedia ger Maggie Bellwbm Enzyklopädischer Artikel