Eduard Zimmermann

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country DE.gif Deutscher Fernsehjournalist

geboren 4. Februar 1929 in München, gestorben 19. September 2009 in München

Eduard Zimmermann betätigte sich seit 1967 im Zweiten Deutschen Fernsehen (und bald auch im schweizerischen und österreichischen Fernsehen) zehnmal jährlich in der Fahndungssendung Aktenzeichen XY - ungelöst als Ganovenjäger. Der Sendung wurde schnell vorgeworfen, sie "emotionalisiere" die Menschen und gaukle ihnen eine Bedrohung durch Kriminalität vor, die grösser schiene als sie tatsächlich sei. 1976 gründete er den "Weissen Ring", eine durch Spenden finanzierte Einrichtung zur "Unterstützung von durch Straftaten in Not geratenen Mitmenschen". Bei den Linken der 1970er Jahre war Zimmermann besonders unbeliebt - im "Deutschen Herbst" 1977 stand er sogar auf der Todes-Liste der RAF und lebte deshalb eine Zeitlang unter Polizeischutz. Seitdem hat er einen Waffenschein.

Von den 2'700 in der Sendung vorgelegten Akten sollen rund 40 Prozent durch Hinweise aus der Bevölkerung gelöst worden sein. 1997 übergab Zimmermann die Sendung an seine Tochter Sabine und zog nach Leukerbad (Schweiz), um in den dortigen Thermalquellen seine Zipperlein zu kurieren.

Ede's Sex-Appeal war Bestandteil einer Spezialität der Gruppe Trio: der zwischenmenschlichen Vergletscherung (yees), die Stephan Remmler live jeweils während des Solo-Teils von "Broken hearts for you and me" zum Gegenstand seiner Betrachtungen machte: während ER endlich mal was sagen möchte, sitzt SIE vor dem Fernseher, Zimmermann fesselt sie, und dann wird ER untergebuttert. Im übrigen schliesst das Trio-Lied "Du, ich wär so gern bei dir" anstatt mit weiteren Vornamen mit "XY - Zimmermann!" Onkel Ede sass übrigens von 1949-1954 selber mal ein - wegen Spionage - im Knast von Bautzen (DDR).

Fernsehsendungen

  • 1964 Vorsicht, Falle! - Warnung vor Kleinganoven und Abneppern
  • 1967 Aktenzeichen XY - ungelöst - ZDF-Spitzenklassiker mit den Kultfiguren Peter Nidetzky (ORF) und Konrad Toenz (SRG)
  • 1996 Verbrechen, die Geschichte machten - neun dramatische Fälle und ihr Einfluss auf Rechtssprechung und -empfinden

Weblinks

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