Text "Fetzige Töne aus Grossenkneten" (Dirk Fass)

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Autor Dirk Fass
Texttitel Fetzige Töne aus Grossenkneten
Sprache Deutsch
Textform
Veröffentlichung 2010.01.16 Nordwest-Zeitung

Text

Fetzige Töne aus Grossenkneten

Musik. - Das unvergessliche Trio der Neuen Deutschen Welle

Trio war zur Zeit der Neuen Deutschen Welle in den 80er Jahren eine der populärsten Bands in Deutschland. Von links nach rechts: Peter Behrens, Karl Krawinkel, Stefan Remmler.

"Wo finden wir hier die Regenter Strasse 10 a?" fragten die jungen Fans, die nach Grossenkneten pilgerten und zu ihren Stars wollten. Einige kamen bei mir an den Postschalter in Grossenkneten und ich konnte ihnen den Weg über Sage nach Regente erklären. Doch die Fans waren meistens enttäuscht, denn das Trio war seit ihrem grossen Hit "Da da da" ständig auf Tournee. Beim Bauamt der Gemeinde Grossenkneten wusste man dann schon Bescheid: ein neues Strassenschild musste installiert werden, die Fans hatten es wieder als Souvenir abgeschraubt. Das kleine Postamt in Grossenkneten hatte einen neuen Grosskunden: Tag für Tag gingen Unmengen an Fanpost ein und kistenweise wurden Autogrammkarten in alle Welt verschickt. Wenn Stefan Remmler am Postschalter die Autogrammkarten aufgab, hüpfte im Hintergrund Peter Behrens, ohne eine Miene zu verziehen, hin und her.

Über Nacht ein Hit

Noch bevor mit der Neuen Deutschen Welle der grosse Erfolg kam, erlebten wir das Trio in Wildeshausen. Auf den alten Saalstühlen hatte sich keine grosse Schar von Zuschauern eingefunden. Erst auf der Rückfahrt verdaute ich diese Art von neuer Musik, war ich doch bisher ein Fan von Pink Floyd oder Ten Years After. Erstaunlich fand ich ihr profihaftes Auftreten und ihre exakt eingeübten Stücke. Auch der Humor, besonders von Schlagzeuger Peter Behrens, tat einiges dazu. Im Gegensatz zu allen bekannten Musikgruppen, kam das unvergleichliche Trio mit wenigen Musikinstrumenten, Beleuchtungsanlagen und Lichteffekten aus. Dass damit der grosse Erfolg kommen würde, daran glaubte so recht keiner.

Wie war da die Überraschung gross, als wir das unvergleichliche Trio aus unserem Dorf, im Fernsehen sahen. Wie schnell war daraufhin die Presse in der Siedlung Regente, um über die Neuentdeckung als erster zu Berichten.

Hieraus einige Schlagzeilen:

"Da, da, da, du liebst mich nicht, ich lieb dich nicht, aha, aha, aha."

Die Platte eroberte jede Hitparade: 2.1 Millionen sind in kurzer Zeit verkauft worden. Das Lied ist ganze drei Minuten und zwanzig Sekunden lang. 168-mal wird darin "da, da, da" und 27 mal als Refrain "aha, aha, aha" gesungen - nur unterbrochen von der Feststellung: "Ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht." Und doch das Lied war einfach was Neues, so bescheuert es auch war, man musste es hören oder besser die Band dabei sehen.

Verrückte Vorbilder

Doch stellen wir zunächst die drei Musiker vor. Stefan Remmler, ein arbeitsloser Lehrer, sorgt für den Gesang, Ex-Clown und Schlagzeuger Peter Behrens, der früher mit dem ehrenrührigen Ruf leben musste, "schlechtester Drummer von Cuxhaven" zu sein und "Kralle" Karl Krawinkel, ein ebenfalls nicht ge-

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