Motion JPEG

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Im Videocodec Motion JPEG / MJPEG wird jedes Einzelbild separat als JPEG-Bild komprimiert.

Die mit MJPEG komprimierten Videos haben im Gegensatz zu den mit MPEG komprimierten eine von der Bewegung des Bildes unabhängige Qualität. Wegen der hohen Qualität (bei 3.125 MByte/s bzw. 25 MBit/s etwa SVHS-Qualität) der Videos und der schon vorhandenen Encoder-Hardware wird dieser Standard oft von Digitalkameras verwendet. Durch die einzelne Kompression aller Einzelbilder ist es bei diesem Format möglich, eine Videodatei ohne die Notwendigkeit des Recodierens bildgenau zu schneiden, was bei MPEG im allgemeinen nur bei Schlüsselbildern möglich ist. Es gibt zahlreiche Varianten des Formats, die zum Teil nicht zueinander kompatibel sind.

Für das Quicktime-Format hat Apple zwei Arten der Kodierung definiert: MJPEG-A und MJPEG-B. Die zweite Variante ist dabei nicht mehr zum JPEG File Interchange Format kompatibel – einzelne Bilder können nicht mehr einfach aus dem Video-Stream in ein JPEG-Bild konvertiert werden, ohne die Informationen im Kopfdatenbereich der Datei zu verändern.

Die Kompressionsrate liegt mit 1:5 bis 1:13 zwischen unkomprimierten Formaten wie RGB/8 (1:1) oder YCbCr/8 (1:1,5 oder 1:2) und der MPEG-2-Kompression (ca. 1:25 bis 1:100). Bei hoher Qualität entspricht das für PAL-Video in etwa 30 MBit/s, weshalb die meisten Digitalkameras nur relativ kurze Sequenzen aufnehmen können.

Der Nachteil von MJPEG sind die verhältnismässig grossen Dateien.

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