Matrizenaustausch

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Als Matrizenaustausch (engl. exchange of matrixes) wird der Austausch von Aufnahmen zwischen zwei Schallplattenfirmen für die Vermarktung auf sich ergänzenden Märkten bezeichnet. Vor der Verwendung des Tonbands als Originaltonträger wurden Galvanos ausgetauscht, von denen die die Vertriebsrechte erwerbende Firma eigene Pressungen unter eigenem Label, gelegentlich mit einem auf den Produzenten verweisenden Sub-Label versehen, herausbrachte. Solcher Matrizenaustausch bestand beispielsweise bis Mitte der 1950er Jahre zwischen der Gramophone Company Ltd in Grossbritannien und RCA Victor in den USA. Pressungen, die auf Matrizenaustausch beruhen, kann der Fachmann an der Spiegelnummer unschwer erkennen.

Die Tendenz zur Internationalisierung der Medienkonzerne hat entsprechende Lizenzausgaben unter Änderung des Labeis selten werden lassen.