Fjodor Michailowitsch Dostojewski

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Fjodor Michajlowitsch Dostojewskij

country RU.gif Russischer Schriftsteller

geboren 30. Oktober 1821 in Moskau, gestorben 28. Januar 1882 in St. Petersburg

Bibliografie Biografie Weblinks

Fjodor Michailowitsch Dostojewski gehört mit seiner neuartigen psychologischen Erzählweise und der philosophischen Komplexität seines Romanwerkes zu den bedeutendsten Autoren der Weltliteratur. Neben Leo Tolstoi (1828-1910) gilt er als der bedeutendste russische Naturalist. Grossen Einfluss übte Dostojewski insbesondere auf Maxim Gorki, Friedrich Nietzsche und den deutschen Naturalismus aus.

Während der Zeit seiner Verbannung nach Sibirien kam er zur Überzeugung, dass allein das Volk die christliche Wahrheit unverfälscht hüte, während sie den Intellektuellen durch Anschluss an die westeuropäische Entwicklung verloren gegangen sei. Seine Aufenthalte in Westeuropa zwischen 1863 und 1871 bestärkten ihn in diesem Glauben. Er setzte sich danach für einen idealen patriarchalischen Zarismus ein und vertrat panslawistische Ansichten.

Stilistisch und dramatisch knüpfte er zunächst an Nikolai Gogol (1809-1852) an. In seinen grossen Romanen sind die unterdrückten, leidenden Menschen seiner Heimat die Helden und werden zu Märtyrern der Menschheit gemacht. Die meisten Romane führen den Leser in eine Welt des Elends der Zuchthäusler und Verbrecher. Religiös-philosophische Themen finden sich in seinen Werken ebenso wie politisch-gesellschaftliche Ideen. Dostojewski gibt in seinen Romanen nicht nur ein klares Bild der Aussenwelt, sondern durchleuchtet auch die menschliche Seele mit all ihren Abgründen.