Dorados

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Dorados 1977

country CH.gif Schweizer Schlagergruppe ; 1962-1984

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Die 5 Dorados aus Luzern wurden 1962 als Schülerband von Walter Grüter gegründet. Mit dabei waren auch Peter Baumgartner (Stimme, Schlagzeug) sowie von 1961-1969 Franz "Franco" Bussmann (geboren 16. April 1944; Bass, Gitarre, Piano, Stimme), der bereits 1961-1963 im erfolgreichen Duo Juniors mitgespielt hatte.

Von 1965-1967 standen die Dorados bei Polydor unter Vertrag. Gespielt wurden damals Coverversionen bekannter Hits, z. B. von den Beatles ("Eight days a week") und den Rolling Stones ("The last time"; "I can't get no satisfaction" wurde unter dem Titel "Keine Klasse" aufgenommen). Die Gruppe war so erfolgreich dass sich die Mitglieder bald als Berufsmusiker etablieren konnten. 1966 hatte die Gruppe unter dem Namen Dorados in Deutschland mit dem Stück "Der Tiger" einen ersten grossen Erfolg, der vor allem bei Radio Luxembourg oft gespielt wurde.

Ende der 1960er Jahre spielten die 5 Dorados als Begleitgruppe für den italienischen Sänger Giorgio (später bekannt als Giorgio Moroder). Ende 1969 ging Franco Bussmann zum Hazy Osterwald Sextett, Mitte der 1970er Jahre war er in der Band von Jochen Bauer, ab 1975 dann Bassist beim Hazy Osterwald Jetset.

1973 veröffentlichten sie die Single Komm mit mir zum Strand (Vamos a la playa) (nicht zu verwechseln mit dem Hit von Righeira 1983).

1977 wollte das Sextett "Vera Cruz" als Single aufnehmen, jedoch hatte keines der Gruppenmitglieder die passend hohe Stimme für das Lied. Man fand sie schliesslich beim Roadie der Gruppe (seit 1974), Andy Lütolf, der dazu dann gleich noch den Schlager "Carry, komm nach Haus" mit aufnahm - damit dieser zu "Vera Cruz" passte, wurde er als "Mary ven con migo" frei ins Spanische übersetzt. Die Single Mary ven con migo (1977) erreichte Platz 5 der Schweizer Radiohitparade und konnte sich 12 Wochen in den Top 10 halten. Andy Lütolf erinnerte sich 2007: "Damals gaben wir jeden Tag Konzerte und feierten Partys, nur im Juli gönnten wir uns zwei Wochen Ferien in Rimini."

1982 verliess Andy Lütolf die Gruppe, die mit der Single Amore mio sei sempre tu (1983) nochmals einen Hit landen konnte, sich aber 1984 auflöste. Andy Lütolf hatte 1983 unter dem Namen Andy L. ebenfalls noch zwei Top 10-Hits in der Schweiz, bevor er sich Mitte der 1980er Jahre aus dem Showgeschäft zurückzog.

Im Juli 1998 traten die Dorados im Rahmen der "Engelberger Nostalgietage" für ein einmaliges Konzert mit ihrem Sänger Andy Lütolf wieder auf die Bühne, was ein ungeplantes Comeback der einstigen Erfolgsgruppe auslöste: Fernsehsendungen auf SF1 ("Top of Switzerland", "Schlag auf Schlager", Nostalgie-Special von der OLMA) sowie die Veröffentlichung des Albums Goldene Hits mit alten Originalaufnahmen.

Am 11. März 2007 gaben die Dorados in neuer Formation an der "Schlagernacht" in Luzern ihr erstes Comeback-Konzert. Diesmal waren allerdings nur noch drei Musiker mit dabei: Andy Lütolf (Stimme), Tommy Mustac (Tasteninstrumente) und Antonio Mastrogiovanni (Gitarre), die beide früher bei den Calimeros spielten. Andy Lütolf: "Meine alten Freunde haben entweder keine Lust mehr zu spielen oder sie sind gestorben." Rhythmus, Chor und weitere Effekte kommen ab Band. Bereits im Herbst 2007 trat die Gruppe dann in geänderter Besetzung auf - diesmal hiessen alle Mitglieder Andy.

Am 15. Februar 2008 organisierte Dorados-Gründer Walter Grüter zusammen mit Andy Wenger vom "Swiss House" in Pattaya (Thailand) ein Konzert mit den wiedervereinigten Dorados. Mit dabei war auch der Schlagzeuger und Komiker Bruno Schwarz. Andy Lütolf und Bruno Schwarz traten am folgenden Tag ausserdem auch im Szene-Pub "More" auf.

Bei der Fernsehsendung "Die grössten Schweizer Hits" vom 16. November 2008 waren die Dorados mit "Mary ven con migo" in der Kategorie "Top und Flop" nominiert.

Die Schweizer Gruppe Dorados ist nicht zu verwechseln mit der US-amerikanischen Doo Wop-Gruppe El Dorados (gegründet 1952) und der spanischen Jazzformation Los Dorados (2006).

Besetzung

  • 1964-1967: Peter Baumgartner (Stimme, Schlagzeug), Franco Bussmann, Freddy Enz, Walter Grüter, Luc Modolo
  • 1967-1973: Freddy Enz, Walter Grüter, Lucky Kainz, Luc Modolo, Bruno Schwarz
  • 1973-1975: Freddy Enz, Walter Grüter, Luc Modolo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Bert Späni
  • 1975-1977: Walter Grüter, Luc Modolo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Bert Späni, Henry Wanco
  • 1977-1979: Walter Grüter, Andy Lütolf, Luc Modolo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Bert Späni, Henry Wanco
  • 1979: Walter Grüter, Andy Lütolf, Luc Modolo, Mimo Russo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Henry Wanco
  • 1980-1981: Francis Coletta, Andy Lütolf (Stimme), Luc Modolo, Mimo Russo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Henry Wanco
  • 1981-1982: Francis Coletta, Andy Lütolf (Stimme), Fredy Moos, Walter Parolo, Bruno Schwarz (Schlagzeug), Atilla Sereftug, Henry Wanco
  • 2006-2007: Andy Lütolf (Stimme), Antonio Mastrogiovanni (Gitarre), Tommy Mustac (Tasteninstrumente)
  • 2007-2008: Andy Lütolf (Stimme), Andy Rynert (Gitarre), Andy Steiner (Tasteninstrumente)