Charlotte Gainsbourg/Biografie: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Februar 2009, 23:21 Uhr

1971
1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

1971

Jane Birkin, Charlotte Gainsbourg und Serge Gainsbourg

22. Juli: Charlotte Gainsbourg wird in London geboren. Ihre Eltern sind Jane Birkin und Serge Gainsbourg. Über ihre Mutter ist sie eine Nachfahrin von Wilhelm dem Eroberer (König Wilhelm I. von England, 1027-1087). Sie hat zwei Halbschwestern, die Fotografin Kate Barry und die Schauspielerin Lou Doillon. Sie ist ein Patenkind von Yul Brynner.

Schon früh beginnt sie KLavier zu spielen. Ihr frühester Ehrgeiz zielt darauf, Künstlerin zu werden (sie zeichnet grossartig) - oder Chirurgin: "Once, on holiday in Provence, I picked up a dead bird, and with the syringe I used for my allergies, I literally bombarded it with injections."

1983

Als 12-jährige entscheidet sich Charlotte Gainsbourg, ihre Schulzeit in einem Internat in der Schweiz fortzusetzen.

1984

Als 13-jährige nimmt sie mit ihrem Vater Serge Gainsbourg das Lied "Lemon incest" auf, das auf seinem Album Love on the beat (1984) veröffentlicht wird.

19. Dezember: Première des Films Paroles et musique, in dem Charlotte Gainsbourg ihr schauspielerisches Debüt als Tochter von Catherine Deneuve gibt und gleichzeitig ihre erste Filmrolle als "Charlotte" spielt. Die Dreharbeiten für diesen und auch die Filme der nächsten Jahre finden während ihrer Schulferien statt.

1985

Veröffentlichung der Single Lemon incest, gesungen von Serge Gainsbourg und Charlotte Gainsbourg. Das Lied mit seinem Text voller Andeutungen und dem leicht skandalösen Video, das Serge und Charlotte auf einem Bett liegend zeigt, umgeben von Rauch und Federn, gibt Charlotte einen ersten Geschmack der Berühmtheit, obwohl sie zu der Zeit das Getue nicht versteht, das darum gemacht wird: "Ich ging ins Internat." Die französische Übersetzung des Titels, "inceste de citron" (Inzest der Zitrone) ist ein Wortspiel mit "un zeste de citron" (Zitronenschale).

23. Oktober: Première von Jacques Doillons Film La tentation d'Isabelle mit Charlotte Gainsbourg. Der Regisseur Jacques Doillon ist zu dieser Zeit (1980-1992) der Partner von Charlottes Mutter Jane Birkin.

11. Dezember: Première von Claude Miller's Film L'éffrontée mit Charlotte Gainsbourg in ihrer ersten Hauptrolle.

1986

Am 39. Filmfestival von Cannes wird Charlotte Gainsbourg mit dem 1986 César als Vielversprechendste Schauspielerin für ihren Auftritt im Film L'éffronté (1985) ausgezeichnet. Claude Miller: "Sie ist eine geborene Schauspielerin in der Art wie Mozart ein geborener Pianist war."

Veröffentlichung von Charlotte Gainsbourgs erfolgreichem Album Charlotte forever. Musik und die Texte von sieben der acht enthaltenen Lieder wurden von ihrem Vater Serge Gainsbourg geschrieben.

10. Dezember: Première von Serge Gainsbourgs Film Charlotte for ever mit Charlotte und Serge Gainsbourg in den Hauptrollen.

1988

Februar: Première des Films Kung-fu master mit Charlotte Gainsbourg an den "Internationalen Filmfestspielen Berlin".

2. März: Première des Dokumentarfilms Jane B. par Agnès V. mit Charlotte Gainsbourg.

21. Dezember: Première des Films La petite voleuse mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle. Der Film basiert auf François Truffauts letztem Drehbuch.

1990

22. August: Première des Films Il sole anche di notte mit Charlotte Gainsbourg und Nastassja Kinski.

Für die Dreharbeiten zum Film Merci la vie (1991) entscheidet sich die 19-jährige Charlotte Gainsbourg, ihr Kunststudium aufzugeben und sich fortan ganz der Schauspielerei zu widmen. Im selben Jahr trifft sie bei den Dreharbeiten zum Film Aux yeux du monde (1991) auch ihren Lebenspartner Yvan Attal, mit dem sie inzwischen zwei Kinder hat: Sohn Ben (geboren 1997) und Tochter Alice Jane.

1991

3. April: Première des Films Aux yeux du monde mit Charlotte Gainsbourg.

Première der Filme Merci la vie und Contre l'oubli mit Charlotte Gainsbourg.

Wiederveröffentlichung der Lieder des Albums Charlotte forever (1986) sowie zusätzlich des Lieds "Lemon incest" unter dem Titel Actrices: Charlotte Gainsbourg (Lemon incest).

1992

Première des Films Amoureuse mit Charlotte Gainsbourg und Yvan Attal. Regisseur des Films ist Jean Doillon, der von 1980 bis 1992 Lebenspartner von Jane Birkin, also gewissermassen Charlottes Stiefvater ist.

1993

Première von Andrew Birkins Film The cement garden mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle. Charlotte hat sich auf diese Englisch gesprochene Rolle mit einem Sprachtrainer vorbereitet. Andrew Birkin ist Charlotte's Onkel.

Im selben Jahr kauft Charlotte die Bühenrechte für David Mamet's Theaterstück Oleanna über eine Studentin, die ihren Dozenten fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt. Es ist ihr erstes Auftreten auf der Bühne: "I ging sehr selten ins Theater und es langweilte mich. Dann merkte ich, dass es eine andere Art der Ausübung meines Berufes war, mich selbst neuen Dingen zu öffnen." In Oleanna aufzutreten ist eine wichtige Erfahrung für sie, indem es ihre Methode ändert, sich auf ihre Rolle vorzubereiten (bisher war sie keine langen Proben gewohnt) und ihr hilft, ihre Schüchternheit zu überwinden, und ihr das Vertrauen gibt, schwierigere Rollen zu erforschen.

1994

5. Februar: Benefizkonzert im Grand Rex in Paris, organisiert von der Gesellschaft "Les restos du coeur", die sich um die Ernährung der Ärmsten kümmert. Charlotte und ihre Mutter Jane Birkin singen "Di doo dah", geschrieben von Serge Gainsbourg, das auf dem Album LES ENFOIRES AU GRAND REX (1994) veröffentlicht wird. Ebenfalls mit dabei sind Jean-Louis Aubert, Charles Aznavour, Emmanuelle Béart, Romane Bohringer, Patrick Bruel, Francis Cabrel, La Chorale des Chérubins de Sarcelles, Marius Colucci, Céline Dion, Carole Fredericks, France Gall, Jean-Jacques Goldman, Michael Jones, Catherine Lara, Yves Lecoq, Valérie Lemercier, Mimie Mathy, Jean-Jacques Milteau, Eddy Mitchell, Florent Pagny, Pierre Palmade, Vanessa Paradis, Paul Personne, Pow Wow, Renaud, Muriel Robin, Alain Souchon, Patrick Timsit und Laurent Voulzy.

Februar: Angekündigt durch die Single Nouveau western (Dezember 1993; aufbauend auf einem Sample von Serge Gainsbourg's Lied "Bonnie and Clyde") veröffentlicht MC Solaar sein zweites Album Prose combat, das sich allein in Frankreich 900'000 mal verkauft und danach in über 20 Ländern veröffentlicht wird. Im Musikvideo zur Single Séquelles (April 1994) ist neben MC Solaar auch Charlotte Gainsbourg zu sehen, am Ende der Tonspur des Videos ist sie sogar rappend zu hören.

März: Charlotte Gainsbourg kauft die Rechte an David Mamets Theaterstück Oléanna, um darin als Schauspielerin ihr Theaterdebüt zu geben.

Première des Films Grosse fatigue, in dem Charlotte Gainsbourg einen Kurzauftritt hat, bei dem sie Michel Blanc eine Ohrfeige verpasst.

1996

Première des Films Jane Eyre mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle.

April: Charlotte Gainsbourg ist an der US-Première ihres Films Jane Eyre (1996) in New York anwesend. Der Film bringt 35'411 US-Dollar auf einer einzigen Leinwand ein.

30. August - 8. September: Charlotte Gainsbourg ist Mitglied der Jury des "22th American Film Festival" in Deauville.

2. Oktober: Première des Films Anna Oz mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle.

27. November: Première des Films Love, etc. mit Charlotte Gainsbourg, Yvan Attal und Charles Berling in den Hauptrollen. Für ihre Rolle im Film wird sie später für einen César nominiert, den sie allerdings nicht gewinnt. Für den Film hat sie ausserdem das Titellied "Love etc." aufgenommen, geschrieben von Marion Vernoux (die Filmregisseurin) und Alexandre Desplat.

1997

8. Februar: Charlotte Gainsbourg wird Théâtre des Champs-Elysées in Paris für den César als beste Schauspielerin im Film Love, etc. (1996) nominiert. Die Auszeichnung geht aber an Fanny Ardant für ihre Rolle im Film Pédale douce. Die Auszeichnungsfeierlichkeiten werden vom französischen Fernsehsender Canal+ übertragen.

16. Februar: Charlotte Gainsbourg tritt in Nichi-fustu Gakuin (Japan) an einer Pressekonferenz zur Bewerbung ihres Films Jane Eyre (1996) auf.

19. Juni: Charlotte Gainsbourg gebärt in einer Klinik in Paris ihr erstes Kind, Ben. Der Vater ist der Schauspieler Yvan Attal. Das unverheiratete Paar lernte sich während der Dreharbeiten zum Film Aux yeux du monde (1991) kennen.

1998

Januar: Charlotte Gainsbourg interviewt Woody Allen für einen Artikel in der französischen Zeitschrift Elle.

3. Februar: Charlotte Gainsbourg und Yvan Attal verklagen die Zeitschrift France Dimanche erfolgreich wegen der Veröffentlichung von Fotos, die während Charlottes Schwangerschaft 1997 aufgenommen worden waren.

Februar: Die Zeitschrift France Dimanche berichtet, dass Charlotte Gainsbourg und Yvan Attal ihr Haus in Corneilles (Département Eure, Frankreich) verkauft und ein neues Haus in der Provence gekauft haben.

7. September - 10. Oktober: Dreharbeiten zu Bruno Nuyttens Film Le soleil le plus près (Arbeitstitel: J'ai dansé avec l'amour) auf der Insel Porquerolles an der Côte d'Azur, mit Charlotte Gainsbourg und Gérard Lanvin in den Hauptrollen, die zuvor bereits im Film Anna Oz (1996) die Hauptrollen gespielt hatten. Nach Abschluss der Dreharbeiten veranstalten Charlotte und die Filmcrew ein fest für die Inselbewohner, um sich für ihre Gastfreundschaft und Zusammenarbeit zu bedanken.

1999

Dreharbeiten zum Film Nuremberg.

16. Januar - 20. Februar: Dreharbeiten in Montréal (Kanada) für den Psychothriller The intruder, des zweiten Films des Fotografen David Bailey, mit Charlotte Gainsbourg, Nastassja Kinski und John Hannah in den Hauptrollen. Charlotte Gainsbourg spielt eine Frau, die vom Geist der ermordeten ersten Ehefrau ihres Mannes verfolgt wird.

7. Februar: Beginn der Dreharbeiten für den ersten Film der Drehbuchautorin Danièle Thompson, La bûche, mit Charlotte Gainsbourg und Emmanuelle Béart in den Hauptrollen. Der Film ist ein Familiendrama zur Weihnachtszeit.

Sommer: Charlotte Gainsbourg und Mathilde Seigner sollen die Hauptrollen in Martine Dugowsons Film Les enfants des photos spielen. Der Film wird schliesslich 2001 veröffentlicht, zuerst unter dem Titel Les yeux baissés, dann als Les fantômes de Louba - in beiden Fällen ohne Charlotte Gainsbourg und ohne Mathilde Seigner.

30. September: Première von Charlotte Gainsbourg's neuem englischsprachigen Film The intruder am "Dinard Film Festival". Sie ist am Festival (30. September - 4. Oktober 1999) zusammen mit ihrer Mutter Jane Birkin (die Vorsitzende der Festivaljury ist), ihrem Partner Yvan Attal und ihrem kleinen Sohn Ben anwesend.

25. Oktober - 4. Februar 2000: Produktion der 160 Millionen Francs teuren Fernsehverfilmung (TF1) von Victor Hugos Les misérables unter Regisseur Josée Dayan. Die Besetzung besteht unter anderem aus Jeanne Moreau, John Malkovich, Gérard Depardieu, Charlotte Gainsbourg, Virginie Ledoyen und Christian Clavier.

17. November: Charlotte Gainsbourg ist an der Première ihres neuen Films La bûche in Nice anwesend. Ebenfalls anwesend sind die Filmregisseurin Danièle Thompson sowie die Schauspielerinnen Emmanuelle Béart und Sabine Azéma. Der Film ist zwar sehr erfolgreich, leider ist er aber gleichzeitig nicht viel mehr als eine süssliche Weihnachtsgeschichte.

2000

Charlotte Gainsbourg erhält einen César für die beste weibliche Nebenrolle im Film La bûche (1999).

Charlotte Gainsbourg ist auf Madonnas neuem Album Music zu hören: Für das Lied "What it feels like for a girl" wurden einige von ihr gesprochene Zeilen aus dem Film The cement garden (1993) verwendet.

Charlotte Gainsbourg lebt zur Zeit in Paris und in der Provence mit Yvan Attal, ihrem Sohn Ben und dem Bullterrier Zazie.

2001

Charlotte Gainsbourg ist auf dem Album L'Odyssée des Enfoirés zu hören,

Premiere des eher erfolglosen Films Félix et Lola mit Charlotte Gainsbourg.

Premiere des ersten Films von Yvan Attal als Regisseur, Ma Femme est une actrice, mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle.

magazine dazedandconfused 2001 75.jpg

Die britische Zeitschrift Dazed and Confused Nr. 75 enthält den Artikel "The Gainsbourg files" über Serge Gainsbourg sowie ein Interview mit Charlotte Gainsbourg.

2002

Charlotte Gainsbourg ist auf dem Album Have you fed a fish von Badly Drawn Boy zu hören.

2003

Premiere des Films 21 grammes von Alejandro González Iñárritu, in dem Charlotte Gainsbourg die Ehefrau von Sean Penn spielt.

2004

Charlotte Gainsbourg singt gemeinsam mit Etienne Daho das Lied "If" auf dessen neuem Album Résurrection.

Premiere des Films Ils se marièrent et eurent beaucoup d'enfants</b> von Yvan Attal mit Charlotte Gainsbourg, Johnny Depp und Creep von Radiohead.

Charlotte Gainsbourg ist in Laure Marsacs 9-minütigem Kurzfilm <i>Une star internationale zu sehen.

2005

Premiere des Films L'un reste, l'autre part mit Charlotte Gainsbourg.

2006

Premiere des Films Lemming, einem Psychothriller von Dominik Moll, mit Charlotte Gainsbourg.

Premiere des Films La science des rêves mit Charlotte Gainsbourg, für den sie wieder einmal Englisch spricht.

Premiere des Films Prête-moi ta main mit Charlotte Gainsbourg.

Nach zwanzig Jahren Pause veröffentlicht Charlotte Gainsbourg ihr zweites Album 5:55. Als Musiker mit dabei waren Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel von der Gruppe Air sowie Neil Hannon von Divine Comedy. Jarvis Cocker von Pulp steuerte einige Texte bei, das Album wurde von Nigel Godrich (Beck, Radiohead) produziert. Im Gegensatz zum ersten Album sind diesmal fast alle Lieder in Englisch gesungen.

2007

Eigentlich sollte Charlotte Gainsbourg die Hauptrolle im Film Zusammen ist man weniger allein (2007) übernehmen, verletzte sich während der Dreharbeiten jedoch beim Snowboarden. Für sie sprang Audrey Tautou ein.

5. September: Charlotte Gainsbourg wird in einem Pariser Krankenhaus wegen einer "Gehirnblutung" notfallmässig operiert. Seit einem Wasserski-Unfall einige Wochen zuvor in den USA hatte sie über starke Kopfschmerzen geklagt. Offenbar handelt es sich aber nur um einen kleinen Bluterguss, wie ihr Agent am Tag darauf richtig stellt. Charlotte Gainsbourg trägt keine Folgeschäden davon und wird am 11. September wieder aus der Klinik entlassen.

Adressen

Agentur: Charlotte Gainsbourg, c/o VMA, 10 avenue George-V, 75008 Paris, France