Billigpreisplatte

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Die Billigpreisplatte (auch: Niedrigpreisplatte; engl. low price record, budget price record) hat es im weiteren Sinne schon immer gegeben. So lag um 1933 die Spannweite der Ladenverkaufspreise in Deutschland bei 30-cm-Platten zwischen RM 2.50 und RM 6. Die englische Decca konnte 1929 so schnell Fuss fassen, weil sie ihre Platten erheblich billiger als der Hauptkonkurrent, The Gramophone Company Ltd (His Master's Voice), anbot. Doch die wesentliche Unterscheidung zwischen den Billigpreis-Platten von früher und denen seit etwa 1965 liegt in der Änderung des Marketing. Die Billigpreis-Platten von früher wurden als solche produziert. Aufnahmen wurden nicht im Laufe der Zeit anderen Preiskategorien zugeordnet. Heute ist es dagegen international bei den grossen Firmen üblich, dass ältere Aufnahmen in preiswerteren Wiederveröffentlichungen erscheinen, manchmal unter anderem Label (z. B. Heliodor), häufiger unter einem Sub-Label (z. B. Columbia Odyssey). Daneben gibt es auch Firmen, die Aufnahmen definitiv für die Billigpreis-Kategorie produzieren, z. B. die Labels Europa, Sastruphon und Saga.

Naturgemäss lässt sich nicht international verbindlich bestimmen, wo die Preisgrenze zwischen Billigpreis und Mediumpreis liegt, da die Preise infolge inflationärer Entwicklung in einigen Ländern sehr stark fluktuieren.

Siehe auch: Preiskategorie, Budget Line

Literatur

  • Karl Breh: Über Schallplatten-Repertoire und Billigplatten. - In: HiFi-Stereophonie (1971), H. 2, S. 91f., 94, 96-98 u. 102