Benutzerschnittstelle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Mikiwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 1: Zeile 1:
Als <b>Benutzerschnittstelle</b> (auch: Benutzeroberfläche, Benutzungsschnittstelle, Mensch-Maschine-Schnittstelle / MMI; engl. human machine intercae / HMI, user interface) wird das Untersystem in einem Mensch-Maschine-System bezeichnet, mit dem Menschen interagieren. Um vom Menschen bedienbar zu sein, muss sie besonders auf seine Bedürfnisse angepasst sein. Die Benutzerschnittstelle erlaubt das Bedienen der Maschine, das Beobachten der Anlagenzustände und falls erforderlich das Eingreifen in den Prozess.  
+
Die <b>Benutzerschnittstelle</b> (auch: Benutzeroberfläche, Benutzungsschnittstelle, Mensch-Maschine-Schnittstelle / MMI; engl. human machine intercae / HMI, user interface) ist die [[Schnittstelle]] eines Mensch-Maschine-Systems, mit welcher der Mensch interagiert. Um vom Menschen bedienbar zu sein, muss die Benutzerschnittstelle besonders auf seine Bedürfnisse angepasst sein. Sie erlaubt das Bedienen der Maschine, das Beobachten der Anlagenzustände und falls erforderlich das Eingreifen in den Prozess.  
  
 
Eine rechnergestützte Benutzerschnittstelle ist der Teil eines Rechnerprogramms, der mit dem Benutzer kommuniziert. Davon gibt es folgende Arten:
 
Eine rechnergestützte Benutzerschnittstelle ist der Teil eines Rechnerprogramms, der mit dem Benutzer kommuniziert. Davon gibt es folgende Arten:

Version vom 10. Februar 2010, 20:38 Uhr

Die Benutzerschnittstelle (auch: Benutzeroberfläche, Benutzungsschnittstelle, Mensch-Maschine-Schnittstelle / MMI; engl. human machine intercae / HMI, user interface) ist die Schnittstelle eines Mensch-Maschine-Systems, mit welcher der Mensch interagiert. Um vom Menschen bedienbar zu sein, muss die Benutzerschnittstelle besonders auf seine Bedürfnisse angepasst sein. Sie erlaubt das Bedienen der Maschine, das Beobachten der Anlagenzustände und falls erforderlich das Eingreifen in den Prozess.

Eine rechnergestützte Benutzerschnittstelle ist der Teil eines Rechnerprogramms, der mit dem Benutzer kommuniziert. Davon gibt es folgende Arten:

  • die Befehlszeile (engl. command line interface / CLI) verlangt, dass der Benutzer per Tastatur entsprechende Befehle eingibt. Ein typisches Beispiel ist eine Shell (Befehlszeileninterpreter).
  • die zeichenorientierte Benutzerschnittstelle (engl. text user interface / TUI) ist textbasiert, verlangt aber keine Befehlseingaben vom Benutzer, sondern präsentiert sich meist in Form von Menüs, die mit der Tastatur oder der Maus bedient werden. Ein Beispiel ist der Dateimanager Norton Commander.
  • die grafische Benutzeroberfläche (engl. graphical user interface / GUI) kann komplexe Oberflächen zur Verfügung stellen, die üblicherweise mit der Maus, optional aber auch mit anderen Eingabegeräten bedient werden kann. Ein Beispiel dafür ist Gnome.
  • die sprachbasierte Benutzerschnittstelle (engl. voice user interface / VUI) reagiert auf das gesprochene Wort des Benutzers. Die Ausgabe besteht entweder aus aufgezeichnetem Ton oder aus über eine synthetische Stimme ausgegebenem Text. Die Eingabe erfordert eine Spracherkennung oder eine Kombination mit anderen Eingabeparadigmen wie Texteingabe, Mausklick oder DTMF-Signale an Telefonen. Beispiele sind Sprachdialogsysteme, interaktive Telefon-Ansagedienste und -wählsysteme.
  • die anfassbare Benutzerschnittstelle (engl. tangible user interface / TUI) will die Systemfunktionalität durch angepasste Eingabegeräte verkörpern und damit lesbar machen. Eine Maus ist im engen Sinne keine TUI, da sie ein generisches Eingabegerät darstellt. Ein Handy hingegen ist eine TUI, da die Funktionalität im Gerät ausgeprägt wird.

Eine Benutzerschnittstelle kann zwar, muss aber nicht unbedingt, Elemente aus den niedrigeren Stufen enthalten; so hat etwa der Midnight Commander eine Shell integriert, ist aber dennoch eine zeichenorientierte Benutzerschnittstelle.

Menüs sind unabhängig davon, ob eine Benutzungsschnittstelle grafisch, textuell, auditiv oder anders gestaltet ist.

Die schliessliche Bereitstellung der Informationen erfolgt entweder hardwaretechnisch über Bedienpulte mit Signallampen, Anzeigefeldern und Tastern oder softwaretechnisch über ein sogenanntes Visualisierungssystem, das häufig aus einem Rechner mit einem Bildschirm, einer Tastatur und einer Maus besteht. Manche Systeme benötigen firmenspezifische Geräte, die meisten können aber auf handelsüblichen Rechnern verwendet werden.

Weblinks

Herausgeber Sprache Webseitentitel Anmerkungen
country DE.gif Wikipedia ger Benutzerschnittstellewbm Enzyklopädischer Artikel